Bau – Umwidmung im Bauland

2011-02-15 - von Rechtsanwalt Dr. Andreas Kaufmann (Kolumne)

Freilandgrundstücke haben in aller Regel (sofern keine besonderen ideellen Werthaltigkeiten bestehen) einen Wert von € 3,00 bis € 6,00 je Quadratmeter. Werden derartige Grundstücke in Bauland umgewidmet, so steigen die Werthaltigkeiten rasant je nach Lage auf Beträge von € 150,00 bis € 300,00 je Quadratmeter.

In besonderen Lagen können sogar noch höhere Preise erzielt werden. Besonders glücklich ist sohin, wer ein zunächst sehr günstiges Grundstück, welches erst später in Bauland umgewidmet wird, zu niedrigen Preisen erwerben konnte. So einfach ist es dann aber doch nicht. § 34 StmkROG bietet den im Nachhinein enttäuschten Verkäufern einen Ausweg: Geschieht eine Umwidmung in Bauland binnen 15 Jahren ab Vertragsabschluss, so kann der Betroffene die Aufhebung des Vertrages begehren, was vom Erwerber nur dadurch abgewendet werden kann, dass er den Unterschied zu den für Bauland angemessenen Kaufpreis nachbezahlt.

Diesem Szenario könnte freilich schon bei Erstellung des Kaufvertrages vorgebeugt werden. Die Beiziehung eines Anwaltes zahlt sich sowohl zum Vertragszeitpunkt als auch danach aus.

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